Im Moment verwende ich eben diese Kombination: Ubuntu 11.10 Oneiric Ocelot, aber ohne das grottige Unity, sondern mit der Gnome Shell, die mir im Vergleich dazu wesentlich besser gefällt. Sie ist alles andere als perfekt, aber bringt einige interessante Änderungen und frische Ideen mit. Ich habe sie (bzw. Gnome 3.0 bereits unter Ubuntu 11.04 verwendet und war damals recht zufrieden mit dieser Kombination. Mit den neuen Versionen hat sich das jedoch geändert. Es gibt zwar ein paar Bugfixes die mir aufgefallen sind, dafür sind gefühlte 15 neu Bugs dazugekommen:
- Der Computer startet ziemlich langsam. Mit langsam meine ich die Zeit, die Windows Seven auf einem 6 Jahre alten PC zum Booten braucht.
- Für das Herunterfahren gilt das gleiche.
- Noch viel nerviger: Manchmal fährt der Rechner sich überhaupt nicht herunter, sondern ignoriert entsprechenden Befehl einfach. Der Desktop wird ein wenig abgedunkelt, aber das war es. Das ist besonders ärgerlich, wenn man morgens später Schule hat und noch kurz etwas am Computer macht, und bei der Rückkehr abends bemerkt, dass dieser dämliche Fehler aufgetreten ist. Warten beim Abschalten ist also Pflicht. Immer öfter lasse ich mich in Eile zu Alt + SysRq + R, E, I, S, U, O hinreißen.
- Die Gnome Shell vergisst meine Wallpaper.
- Wenn ich das Tastaturlayout ändere, hängt sich die Gnome Shell auf.
- Die „alten“ Extensions für Gnome 3.0 funktionieren allesamt nicht mehr.
- Der Autostart von Skype funktioniert nicht mehr.
- In /etc/fstab eingetragene nfs-Laufwerke werden ignoriert.
- Das Autotype von KeePassX funktioniert nicht, bzw. liefert irgendeinen Unsinn.
- Eines Tages war mein Shell-Theme einfach so weg.
- Die Gnome Shell startet gelegentlich beim Verschieben und Vergrößern/Verkleinern von Fenstern neu, was sehr unschön ist.
Das ist alles äußerst ärgerlich und absolut inakzeptabel. Gegebenenfalls wechsel ich demnächst auf Fedora. Die Gnome Shell ist dort bereits standardmäßig integriert, was einen besseren Support bedeuten sollte. Oder ich warte, bis in ungefähr sechs Monaten elementary OS Luna erscheint, eine auf Ubuntu basierende Distribution, die den eigenen Fenstermanager Pantheon auf Basis von GTK3 verwenden wird. Das, was man bis jetzt davon sehen kann, ist jedenfalls bereits sehr vielversprechend.